Schiebetür fürs Bad – was sollte man beachten?

Schiebetür fürs Bad – was sollte man beachten?

Eine Schiebetür fürs Bad spart Platz und lässt sich der Optik des Bades anpassen. Sie können das Badezimmer größer oder kleiner wirken lassen, indem Sie das passende Material und Design für Ihre Schiebetür wählen. Bei der Auswahl und Montage gibt es einiges zu beachten.

Vorteile einer Schiebetür im Badezimmer

Schiebetüren trennen und verbinden Räume komfortabel und modern. Dabei schaffen Sie Platz, der bei herkömmlichen Türen durch den Schwenkbereich verloren geht. Denn Schiebetüren gleiten parallel zur Wand und nehmen nur wenige Zentimeter Tiefe in Anspruch, oder sie verschwinden ganz in der Wand. Zudem wirken Schiebetüren aus Glas modern und bringen Licht in den Raum. Diesen Vorteil können Sie auch im Inneren des Bades nutzen, wenn Sie die Schiebetür als Raumteiler nutzen.

Platzieren Sie eine Milchglas-Schiebetür zwischen dem WC- und dem Waschbereich, schaffen Sie Privatsphäre, ohne dass das Bad kleiner erscheint oder dunkler wird. Eine weitere Möglichkeit der modernen Badgestaltung ist, Waschmaschine und Trockner hinter einer Schiebetür verschwinden zu lassen. Zudem schaffen Schränke mehr Bewegungsfreiheit im Badezimmer, wenn sie mit einer Schiebetür verschlossen werden.

Ein Blickfang in einem modern eingerichteten Badezimmer ist die Dusche, wenn sie mit einer hochwertigen und komfortablen Duscharmatur und einer Glasschiebetür ausgestattet ist. Der Vorteil liegt darin, dass beim Öffnen und Schließen der Tür kein Wasser auf den Boden tropft. Zudem ist die Dichtung einer Schiebetür funktionaler als bei einer Pendeltür. Wenn überhaupt, dringt nur minimal Wasser beim Duschen nach außen.

Welche Schiebetür eignet sich für kleine Bäder?

Für kleine Bäder eignen sich Einbauschiebetüren – auch Pocket Doors genannt – und Wandlaufschiebetüren. Letztere laufen vor der Wand entlang. Sie haben den Vorteil, dass sie keine baulichen Eingriffe erfordern, benötigen jedoch mindestens eine freie Wandseite. Nachteilig ist, dass sie weniger Schallschutz und Dichtigkeit als Pocket Doors bieten.

Einbauschiebetüren benötigen keine freien Wände, sind aber dennoch im Einbau wesentlich aufwendiger als Wandlaufschiebetüren. Eine Einbauschiebetür benötigt eine Ständerwand oder Wandtasche zum Einschub. Der nachträgliche Einbau ist bei Bestandsbauten nicht immer möglich. Beide Schiebetürarten gibt es in unterschiedlichen Materialien für Feuchträume. Beispiele sind Aluminium, HPL oder versiegeltes Holz.

Ist Ihr kleines Bad zudem stockdunkel, empfiehlt sich eine Glasschiebetür, denn sie lässt kleine Räume optisch größer erscheinen. Das Bad wirkt durch das Design der Glastür modern und lässt sich zudem leicht pflegen. Zudem kann der Tür Feuchtigkeit nichts anhaben, was ein bedeutender Vorteil für Feuchträume ist. Wie viel Privatsphäre sie gewährt, hängt davon ab, ob Sie klares, satiniertes oder milchiges Glas wählen.

Glasschiebetür oder Holztür – welche Variante passt besser?

Ob eine Glasschiebetür oder eine Holztür besser zu Ihrem Bad passt, hängt zunächst von Ihrem Geschmack und Ihren Bedürfnissen ab. Dennoch sollten Sie die baulichen Gegebenheiten nicht außer Acht lassen. Eine Holzschiebetür wirkt warm und wohnlich. Fürs Bad muss sie jedoch durch die Oberflächenbehandlung vor Feuchtigkeit geschützt sein. Kaufen Sie keine für Feuchträume geeigneten Holztüren, rechnen Sie mit erheblichen Schäden. Sie verformen sich durch Feuchtigkeit und lassen sich deshalb unter Umständen nicht mehr schließen.

Holztüren können durch die hohen Feuchtigkeitswerte im Bad von Schimmel und Bläuepilzen befallen werden. Dadurch ergeben sich Schäden an den Bauteilen und gesundheitliche Risiken. Bei minderwertigen Ausführungen mit Bauteilen, die nicht ausreichend feuchtigkeitsgeschützt sind, können Rost und Korrosion zu Schäden führen. Deshalb sollten Sie Holzschiebetüren regelmäßig inspizieren und warten.

Sind Ihr Badezimmer, Ihr Flur oder der angrenzende Raum zum Bad eher dunkel, empfiehlt sich eine lichtdurchlässige Schiebetür aus Glas. Sie ist feuchtigkeitsresistent und lässt sich leicht pflegen. Die Privatsphäre ist nur bei satiniertem Glas gegeben, denn dieses ist zwar lichtdurchlässig, aber nicht durchsichtig.

Worauf sollte man bei der Montage achten?

Haben Sie Ihre Wahl getroffen, können Sie mit der Montage beginnen. Dazu messen Sie den Platzbedarf beim Öffnen, die lichte Türöffnung, die Höhe zwischen Boden und Decke (Sturzhöhe) sowie die Wand- und Laibungstiefe. Letztere bezeichnet die vertikale Tiefe der Türöffnung. Zudem sollten Sie die Tragfähigkeit der Decke oder der Wand und die Feuchtigkeitsbeständigkeit der Beschläge und Dichtungen überprüfen.

Bei der eigentlichen Montage achten Sie darauf, die Laufschiene lot- und waagerecht zu montieren. Arbeiten Sie fehlerhaft, führt dies dazu, dass die Badschiebetür schleift oder blockiert. Passen Sie zudem auf, dass der verwendete Dübeltyp zum Baustoff passt. Montieren Sie anschließend die Bodenführung, die für einen bündigen Lauf sorgt und das Ausschwingen der Tür verhindert.

Danach hängen Sie die Tür zu zweit ein und justieren sie. Stellen Sie die Höhe, das seitliche Spiel und die Rollenführung so ein, dass die Tür nicht schleift und dicht schließt. Montieren Sie Softclose– oder Anschlagpuffer, um laute Geräusche beim Schließen zu vermeiden.

Wie pflegeleicht sind Schiebetüren im Bad?

Wie pflegeleicht Schiebetüren im Bad sind, hängt von deren Materialien ab. Holz- und Dekorschiebetüren reinigen Sie mit einem feuchten Tuch. Verwenden Sie keine Reiniger, um die Beschichtung nicht zu beschädigen. Für Glasschiebetüren verwenden Sie Glas- oder Essigreiniger sowie Mikrofasertücher sowie Glaswischer oder Fensterleder. Verzichten Sie auf aggressive Reinigungsmittel, denn diese schaden der Versiegelung. Teile aus Aluminium oder Edelstahl (Beschlags- und Schienenmaterialien) säubern Sie mit einem leicht gefetteten Tuch, nachdem Sie die Schiene mit einem Staubsauger vorgereinigt haben. Grobe Verschmutzungen entfernen Sie mit speziellen Reinigern. Verzichten Sie auf aggressive Mittel.

Häufige Fehler bei der Planung vermeiden

Die häufigsten Fehler bei der Planung einer Badschiebetür geschehen beim Messen. Zudem sollten Sie darauf achten, nicht nur die Maße der Wandöffnung zu bestimmen, sondern zusätzlich das Türmaß, die Systemhöhe, die Laufschiene, den Laufwagen sowie die nutzbare Durchgangsbreite und die Bodenfreiheit zu berücksichtigen.

Außerdem kommt es vor, dass die Wand zu instabil für eine schwere Glasschiebetür ist. Dann braucht sie eine Verstärkung. Zu Problemen kommt es zudem, wenn Sie nicht prüfen, ob der seitliche Laufweg ausreicht und sich keine Lichtschalter, Heizkörper oder andere Dinge im Weg befinden.

Gefährlich wird es, wenn Sie die Sicherheit unterschätzen. Deshalb sollte Ihre Badschiebetür aus Sicherheitsglas bestehen und alle Zubehörteile wie Beschläge, Stopper, Bodenführung und Griffen zum System passen.

Designideen für moderne Badezimmer mit Schiebetür

Eine satinierte Glasschiebetür, bei der verschiedene Muster möglich sind, wirkt großzügig und modern. Kombinieren Sie diese mit einer dezenten Edelstahl- oder einer Schwarzstahl-Laufschiene, wirkt sie edel und erhält einen schwebenden Charakter.

Kombinieren Sie Glasschiebetüren mit einem schwarzen Metallrahmen, erhalten Sie einen modernen Look, wie er in Lofts zu finden ist. Halten Sie den Rest des Bades schlicht, damit die Schiebetür hervorsticht. Eine weiß lackierte Schiebetür eignet sich für kleine Bäder, weil das größer und ruhiger wirkt. Einen noch stärkeren Effekt erzielen Sie mit verspiegelten Schiebetüren. Der Raum erscheint doppelt so groß und heller.

Halten Sie nach einer Badschiebetür Ausschau, die Modernität ausstrahlt und verschiedene Designmöglichkeiten bietet, versuchen Sie es mit einer laminierten Variante oder einer Schiebetür aus HPL (High Pressure Laminate). Dabei handelt es sich um einen feuchteresistenten und pflegeleichten Schichtstoff, der sich besonders für Badschiebetüren eignet.

Mögen Sie es lieber wohnlich, warm und gemütlich, kommen Schiebetüren aus hellem Eichen- oder Eschenholz für Sie infrage. Sie bilden einen schönen Kontrast zu Keramik, Glas und Fliesen.

Farbige Türen in Terrakotta oder Petrol setzen Akzente und verleihen dem Bad Persönlichkeit. Diesen Effekt unterstreichen Sie, wenn die Farben in Accessoires und anderen kleinen Details wie Handtüchern wieder auftauchen.

 

Foto: Emqan / stock adobe